museen-ticket.de für Museum Angewandte Kunst

isenburg Quartett


Drei Konzerte, drei Ausstellungen, eine neue Veranstaltungsreihe: das Museum Angewandte Kunst bringt zeitgenössische und klassische Musik in eine spannungsreiche Interferenz mit den abwechslungsreichen Themen seiner Ausstellungen. Für die iQ-Konzertreihe interpretiert das isenburg Quartett an drei Abenden im Jahr Themen und Objekte des Museums musikalisch; je drei Uraufführungen ergänzen das Konzertprogramm. Am 24. Juni 2020 findet das zweite Konzert in diesem Jahr statt. Im Rahmen der Ausstellung Life doesn’t frighten me. Michelle Elie wears Comme des Garçons wird eine Neukomposition der Komponistin Elnaz Seyedi uraufgeführt werden. Seyedi hat ausgewählte Entwürfe der japanischen Modeschöpferin Rei Kawakubo als Inspiration für ihre Komposition genutzt. Die Modeentwürfe stammen aus der Garderobe von Michelle Elie und werden in der Ausstellung mit den persönlichen Geschichten und Alltagserfahrungen ihrer Trägerin ergänzt. Das Konzertprogramm besteht aus folgenden Stücken: Anon (14. Jhd.): Le mont Aön de Trace Jean Féry Rebel (1666-1747): Les Élemens (Auszüge) Deirdre Gribbin (1967): Hearing your genes evolve (2014) Elnaz Seyedi (1982): Neues Werk (2020) John Cage (1912-1992): FOUR (1989) Bei der Neukomposition von Elnaz Seyedi wird es um den Gegensatz von Gewohntem und Ungewohntem, von etablierten Strukturen und deren Verfremdung, Brechung oder Deformation gehen. Geläufige tonale Setzungen werden aus der Form gedrängt, verunsichern oder provozieren und führen im besten Fall zu neuen Klangerfahrungen. Seyedi studierte in Ihrer Geburtsstadt Teheran Informatik und nahm parallel dazu Klavierunterricht bei Ali Gorji und Farimah Ghawram-Sadri. Außerdem nahm sie bei Alireza Mashayekhi Unterricht in Musik und Komposition bevor sie von 2007 bis 2019 ihr Studium der Komposition in Bremen an der Hochschule der Künste, in Essen an der Folkwang Universität der Künste und in Frankfurt am Main an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst absolvierte. Seyedi war Stipendiatin der Friedrich Ebert Stiftung, erhielt 2016 ein Jahresstipendium des DAAD sowie des Alois Zimmermann Stipendium der Stadt Köln. Das isenburg Quartett wurde von aktiven Mitgliedern des in Frankfurt beheimateten Ensemble Modern gegründet, das sich wiederum seit seiner Gründung 1980 der Aufführung aktueller Musikströmungen verpflichtet fühlt und international einen herausragenden Ruf genießt. Die vier Musiker*innen des isenburg Quartetts sind Jagdish Mistry (1. Violine), Diego Ramos Rodriguez (2. Violine), Laura Hovestadt (Viola) und Michael M. Kasper (Violoncello). Die Anzahl der Konzertkarten ist begrenzt und nur an der Museumskasse und Online erhältlich. Beim Konzert gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Mundschutz ist Pflicht. Vor Beginn des Konzerts sind Name, Anschrift und Telefonnummer aller am Konzert erscheinenden Personen an der Kasse zu hinterlassen.

Beginn - 24.06.2020 19:00
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